Das neue Raumkonzept

 
Während der Planungsphase erhielt eine Projektgruppe aus Gemeindemitgliedern den Auftrag, ein Gestaltungsgrundkonzept für den Altarraum auszuarbeiten. In vielen Einzelgesprächen holten sie sich Rat bei Experten der Landeskirche, dem Institut für Kirchenbau in Marburg und bei Kunsthistorikern. Ausgedehnte Besichtigungen in älteren, gerade umgestalteten Kirchen brachten Erfahrungen, eigene Eindrücke und neue Vorstellungen. Auf dieser Basis entstand folgende Raumkonzeption für den Altarraum:

Die räumliche Gestaltung soll eine breit gefächerte Vielfalt unterschiedlicher Gottesdienstformen und musikalischer Veranstaltungen ermöglichen.

Historische Bausubstanz und zeitgenössische Gestaltungsformen sollen zu einem aufeinander abgestimmten und harmonischen Nebeneinander verknüpft werden.

Die Kirche soll durch neue Hauptstücke und ein Kreuz einen gottesdienstlichen Schwerpunkt, ein eigenes, unverwechselbares Gesicht erhalten.

Quelle: Gemeinde

Im weiteren Planungsverlauf setzte sich mehr und mehr die Überzeugung durch, die Ausstattung des gesamten Innenraums der Kirche auf das Wesentliche zu reduzieren. Die Ostempore wurde verkleinert. Die Orgelempore wurde entfernt. Im neu entstandenen freien Altarraum wurden die renovierte Kanzel, die neue Orgel, die neuen Hauptstücke und das Kreuz in Dreiecksform gemäß der nebenstehenden Skizze angeordnet.

Statt wie vorher der Altar und die Orgel beherrscht jetzt die große, vor der Westwand schwebende Kreuzfigur die Mitte. Beim Eintritt und vom Mittelgang aus fällt der Blick frei auf dieses zentrale Symbol unseres Glaubens. Vor dem Kreuz wird auch der Segen am Ende des Gottesdienstes gesprochen. Altar und Ambo sind so auf das Kreuz als Mittelpunkt ausgerichtet, dass ein Dreieck entsteht, dessen Seiten sich bis zu den Seitenmauern mit Orgel und Kanzel verlängern lassen. Damit wird nicht nur ein räumlicher sondern auch ein inhaltlicher Bezug hergestellt. Der Kirchenraum gewinnt Sprache. Eine alte Kirche wird neu.
Die neu gewonnene Freiheit im Altarraum und die flexible Bestuhlung ermöglichen kreative Gottesdienstformen. Das gesamte liturgische Geschehen bewegt sich auf einer Ebene und betont das Miteinander - gemeinsam Gottesdienst gestalten und feiern.

 Quelle: Geminde

Quelle: Geminde

 Quelle: Gemeinde

Quelle: Gemeinde