Geschichte der Partnerschaft zur Hanel-Pum-Gemeinde in Ansan

In den 70-er Jahren fragte man sich in der Badischen Landeskirche, warum man immer eine Partnerschaft von Nord nach Süd und umgekehrt pflegt und nicht von West nach Ost.
So wurde beschlossen, dass man zu Südkorea eine Partnerschaft aufbaut, zumal das Land eine Gemeinsamkeit mit uns hatte: Nämlich die Grenze im eigenen Land und damit das geteilte Land.
Aus diesem Grund wurden Drillingspartnerschaften aus Gemeinden in Nordbaden, Ostdeutschland und Südkorea gebildet. Dazu fanden 1989 noch vor dem Mauerfall erste Gespräche statt.
 
Weinheim Schönermark Seoul: Di-Dim-Dol PCK 
Lützelsachsen Schönfeld Ansan: Hanel-Pum PROK 
Heidelberg Glienicke Taejon: Bindul PCK 
Mannheim Hohenschönhausen Seoul: Shin-Myong PROK
 
PCK = Presbyterian Church of Korea
PROK = Presbyterian Church in the Republic of Korea
 

Von den ursprünglichen Drillingspartnerschaften existiert seit 2009 keine mehr. Die Johannisgemeinde Weinheim hat sich 2014 entschieden, die Partnerschaft zu Seoul zu beenden. Es besteht nur noch unsere Partnerschaft zur Hanel-Pum-Gemeinde in Ansan. Unsere Partnergemeinde Schönfeld hat noch eine weitere Partnerschaft zu Lettland und deshalb die Partnerschaft zu Korea gekündigt.

Die Koordination auf deutscher Seite trägt der Koreakreis. Die Koordination auf koreanischer Seite trägt Pfarrer Kang-shin-woo aus Ansan. Die koreanischen Gemeinden sind alles Min-Jung-Gemeinden, die ihren Ursprung im Kampf um Recht und Freiheit unter der Diktatur von Präsident Park in den 70-er Jahren haben. Viele Lehrer und Pfarrer, die die protestierenden Arbeiter unterstützten, wurden inhaftiert. Daher ist der Charakter der Min-Jung-Gemeinden: Der friedliche Kampf im christlichen Glauben - man nennt sie auch die Widerstands-Theologie.

Die Partnerschaft feierte 2009 in Korea ihr 20-jähriges Bestehen.
 
Juli 2015, Grete Wittig
 
Kontakt Koreakreis

Grete Wittig
Telefon: 06201-57789