25 Jahre Partnerschaft zwischen dem Kirchsprengel Schönfeld
und der Evangelischen Kirchengemeinde Lützelsachsen

Uckermärker und Lützelsachsener feiern vom 17.10. bis 19.10.2014

Gegründet kurz vor der Wende im 2. Halbjahr 1989 ist diese Partnerschaft trotz unterschiedlicher Lebensformen gewachsen und lebendig geblieben. So war der Begrüßungsabend am Freitag 17.10.2014  - nach ca. 10-stündiger Fahrt der Besucher aus der Uckermark -  von viel Wiedersehensfreude, aber auch des Kennenlernens neuer Gemeindeglieder auf beiden Seiten geprägt. Getragen wurde das Jubiläumstreffen dieses Mal nicht von einzelnen Gruppen, sondern von der gesamten Ev. Kirchengemeinde Lützelsachsen.

Mit Begrüßungsansprachen, Singen seitens des Kirchenchores Lützelsachsen, Geschenken, und Anekdoten aus der langen gemeinsamen Zeit, sowie gemeinsamem Essen,  verbrachten die 46 Gäste  aus der Uckermark mit ihren Gastgebern einen fröhlichen, harmonischen Abend im Ev. Gemeindehaus Lützelsachsen, an dem auch die ehemaligen Pfarrer Hans-Michael Uhl und Wolfgang Böhmig teilnahmen. Beide haben in ihrer Amtszeit die Partnerschaft tatkräftig gefördert und unterstützt.

Am Samstag fuhren beide Gruppen in „gemischt besetzten Bussen“ zunächst nach Offenau bei Heilbronn in eine Zuckerfabrik des Südzucker-Konzerns, wo diese von engagierten aktiven und ehemaligen Mitarbeitern in überschaubaren Kleingruppen durch alle Fertigungsstufen der Zuckerherstellung geführt wurden.

Diese Stufen: von Anlieferung der Zuckerrüben, Reinigen, Zerkleinern bis zum Ausstoß des Zuckers aus Zentrifugen und Verpackung der Fertigwaren - insgesamt 8 Fertigungsstufen - wurden uns sehr anschaulich und kompetent erklärt/gezeigt. Die Zuckerherstellung läuft in einer Hauptkampagne von 100 Tagen im Herbst bis zum Jahresende. Zum Abschluss des Besuches waren wir in der Werkkantine zu einem Imbiss eingeladen. Auch hier standen für verbliebene Fragen in „akustisch ruhigerem Umfeld“ Fachleute der Südzucker AG bereit.

Der nächste Programmpunkt innerhalb des Ausflugtages war Bad Wimpfen am Berg, die  Stadt mit dem mittelalterlichen Altstadtkern, der großen Staufer-Pfalz im Neckartal.  Auch hier erhielten wir, in Kleingruppen aufgeteilt, ausführliche und kompetente Führung. Unter anderem wurde uns die Geschichte der Ev. Stadtkirche dargelegt. Merkmal: In der Reformation, Übergang zu einer Evangelischen Kirche, ohne die künstlerischen Elemente an Wänden und Altarnischen zu zerstören.

Die wechselvolle Zugehörigkeitsgeschichte Bad Wimpfens wurde erklärt: Bayern, Hessen, Württemberg, seit 1952 durch Bürgerentscheid von Hessischer Enklave zu Baden-Württemberg gekommen. Nach einer abschließenden Kaffee-Pause erfolgte die Rückfahrt durch das romantische Neckartal mit vielen Erklärungen durch Dr. Hans Irion in einem und Dr. H.-J. Klimisch im anderen Bus.

Der Festgottesdienst am Sonntag in der vollbesetzten Lützelsachsener Kirche wurde vom Schönfelder Singkreis unter der Leitung von Lukasz Popialkiewicz (Stettin)  und unserem Organisten Herrn H.-J. Braunstein musikalisch gestaltet. Pfarrer Thomas Dietz (Schönfeld) gab in seiner Predigt der Dankbarkeit für 83 Treffen in 9131 Tagen (25 Jahre incl. 6 Schalttagen) Partnerschaft Ausdruck. Man fährt nach so vielen Begegnungen nicht nach Ost- oder West-Deutschland, sondern ganz selbstverständlich nach Schönfeld oder Lützelsachsen.

Besondere Dankbarkeit zeigte Pfr. Dietz auch für das große Engagement der Organisatoren, sowie vieler Lützelsachsener Gemeindeglieder, die zum Gelingen des Jubiläumstreffens am vergangenen Wochenende beigetragen haben. Als Gastgeschenk erhielt die Lützelsachsener  Kirchengemeinde eine Kopie des Aquarells von Alexander Gsteu: „Das Schönfelder Abendmahl“. Es zeigt die 11 Kirchen des Pfarrsprengels, das Jugend- und Pfarrhaus um den Abendmahltisch mit dem Malchower Sterne-Labyrinth - dieses Geschenk wird sicher einen Ehrenplatz bei uns bekommen. Jeder Gottesdienstbesucher erhielt eine Postkarte des Aquarells.

Der Abschluss des Silber-Jubiläums-Treffens erfolgte bei einem gemeinsamen Mittagessen mit ca. 100 Teilnehmern in der Gaststätte „Zur Turnhalle“ im Lützelsachsener-Oberdorf. Bevor sich nach herzlicher Verabschiedung im Bereich des Reisebusses die „Uckermärker“ wieder auf den Nach-Hause-Weg begeben mussten  - die gemeinsame Zeit war wie immer viel zu kurz -  meinte eine Dame aus Schönfeld: „Bei aller guten Planung, sind doch der Geist und die Atmosphäre unserer Treffen ein Segen.“

Bilder vom Sonntag 19.10.2014 - Jubiläumsgottesdienst, Mittagessen und Verabschiedung