KKK erntet reichlich Applaus für ihr Weihnachtskonzert in der Epiphaniaszeit

Vielleicht ein Dutzend Menschen hätten noch in die Lützelsachsener Kirche gepasst. Mehr aber nicht. Fast alle Stühle waren besetzt und die Besucherinnen und Besucher lauschten der kleinen kurpfälzischen Kantorei (KKK) und ihrem Weihnachtskonzert am 11. Januar. Begleitet wurden sie von historischen Posaunen, Zinken, Violinen, Violone, Chitarrone und Orgel unter der Gesamtleitung von Klaus Hessenauer.

Quelle: ekilue

Namensgebend war der letzte Vers des Konzerts des Chorals „Lobt Gott, ihr Christen alle gleich“, den das Publikum fröhlich mitsang: „Heut schleußt er wieder auf die Tür zum schönen Paradeis“. Das etwa zwanzigköpfige Vokalensemble begeisterte die gespannt lauschenden Hörerinnen und die genießenden Musikliebhaber mit Choralsätzen aus dem 16.-18. Jahrhundert von Michael Prätorius, Johann Selle oder Moritz von Hessen sowie Johann Sebastian Bach. 

Quelle: Jan Rohland

Im ambitionierten Programm zeigten die Sängerinnen und Sänger mit Klaus Hessenauer und Instrumentalisten ihr Können und kontrastierten zum Beispiel beim bekannten Lutherlied „Vom Himmel hoch, da komm ich her“ eine Choralkantate mit neun unterschiedlich besetzten Versen des Danziger Kantors Crato Bütner mit einem einhundert Jahre älteren fünfstimmigen polyphonen Choralsatz des Heidelberger Kirchenmusikers Georg Forster. Das bedeutendste Werk des Programms war sicher das Konzert über „Christe der du bist Tag und Licht“, das mit vielen Textstellen Bezüge zu Abendliedern aufweist und Christus als Licht inmitten von Finsternis preist.

Quelle: Jan Rohland

Besonders eindrucksvoll waren die beiden Kompositionen des weit verbreiteten und in vielen Fassungen verbreiteten lateinischen Liedes „Resonet in laudibus“ – einmal als groß besetztes Konzert mit vier Sopranstimmen und den drei tiefen Stimmen Alt, Tenor und Baß sowie einem vierstimmigen instrumentalen Begleitchor, andererseits als Strophenlied von Johann Geletzki von Chor und Gemeinde gesungen: „Singet frisch und wohlgemut, lobet Gott, das höchste Gut“.

Quelle: Jan Rohland