Koreakreis/Aktuelles

 
Besuch Korea

Quelle: ekilue

Besuch aus Korea
 
Vom 30. August bis zum 10. September hat die evang. Kirchengemeinde Lützelsachsen sechs Gäste aus ihrer Partnergemeinde HanuelPum in Ansan, Südkorea zu Gast. Ein buntes Programm erwartet die Gäste mit vielen Eindrücken aus unserer Region und dem kirchlichen Leben in Baden. Am Sonntag, den 01. September feiert die Kirchengemeinde um 9.30 Uhr einen Gottesdienst zum Thema „250 Jahre Gottesdienst in der ev. Kirche Lützelsachsen“. In diesem Gottesdienst werden die koreanischen Gäste begrüßt und Pfarrer Lee spricht zur Gemeinde. Pfarrer Ender, Beauftragter für Mission und Ökumene der badischen Landeskirche, wird den Gottesdienst mitgestalten. Im anschließenden Garten-Café kann man die Gäste persönlich kennen lernen.
Nach einer Woche mit hoffentlich vielen schönen und interessanten Eindrücken verabschieden sich die koreanischen Gäste am Sonntag, den 08. September im Gottesdienst mit einem koreanischen Gesangsstück. Im Anschluss an den Gottesdienst gibt es im Kirchgarten ein Fingerfood-Buffet zum geselligen Beisammensein. Herzliche Einladung an alle Interessierten im Namen der evang. Kirchengemeinde Lützelsachsen. Buffetspenden sind willkommen.
 

Wir bekommen Besuch aus Korea

Bedingt durch Corona und den Tod von Pfarrer Kang konnten seit unserem Besuch im Jahr 2018 keine persönlichen Treffen stattfinden. Um so erfreulicher, dass unsere Einladung zu einem Partnerschaftsbesuch angenommen wurde:
Vom 30.10. bis 10.09.2024 werden uns 7 Gemeindeglieder unter Führung des neuen Pfarrers Seung Hwan LEE in Lützelsachsen besuchen.
Das Organisationskomitee des Koreakreises ist momentan dabei ein detailliertes Programm auszuarbeiten, das nicht nur einige touristische Ziele beinhaltet, sondern auch Besuche und Gespräche mit Repräsentanten aus dem religiösen und sozial-politischen Bereich.
Natürlich werden auch Gottesdienste und Treffen mit den Mitgliedern unsere Gemeinde stattfinden.
Um den Besuch zu einem Erlebnis zu machen und die Gastfreundschaft, die uns in Ansan entgegengebracht wurde, zu erwidern, benötigen das Orgateam noch tatkräftige Unterstützung aus der Gemeinde, d.h.
- Wer möchte/kann Ausflüge mitbegleiten?
- Wer ist bereit ein gemeinsames Essen zu sponsern
- etc.?
Bei Interesse wenden Sie sich bitte an Helmut Rimmler helmut@rimmler.eu (06201/50843) oder an Pfarrer Rohland.
Der Besuch stellt eine wunderbare Gelegenheit dar, Christen aus einem anderen Kulturkreis kennen zu lernen, die Sie nutzen sollten.
 
09/2022 In memoriam Pfarrer Kang
Als Gemeinde trauern wir um den Pfarrer unserer Partnergemeinde in Ansan/Südkorea Shinwoo Kang. Pfarrer Kang ist am 30. August 2022 nach langer Krankheit verstorben. Wir betrauern mit Herrn Kang einen leidenschaftlichen und engagierten Motor unserer Partnerschaft mit der Hanelpum-Gemeinde in Ansan seit 32 Jahren.
Die Trauerfeier fand am 31. August in Südkorea statt, die Beisetzung am 2. September. Am 11. September haben wir in Lützelsachsen im Gottesdienst an den verstorbenen Pfarrer unserer Partnergemeinde gedacht. Pfarrer Rohland erinnerte: "Wer Pfarrer Kang kennengelernt hat, der erinnert sich vielleicht an seine wachen Augen, seine zugewandte Art und seinen fröhlichen Humor." Er war bei nahezu bei jedem Gemeindebesuch alle vier Jahre in Deutschland dabei und dazwischen jeweils Gastgeber, Reiseführer und Organisator. Muksanim Shinwoo Kang hinterlässt seine Frau und erwachsene Kinder. Mit seiner Gemeinde und ihren Ältesten haben wir Anteil am Schmerz über seinen Tod und an der Hoffnung auf ein Wiedersehen.
 

Quelle: Hanelpum-Gemeinde Ansan

 
08/2021 Spende für "Projekt Versöhnungskirche"
Der Spendenaufruf im letzten Gemeindebrief, sowie der Aufruf anlässlich des Partnerschaftsgottesdienstes am 13.06.2021 erbrachten eine Summe von € 1.000,-- die mittlerweile zu treuen Händen an Pfarrer Kang nach Ansan überwiesen wurden. Er wird diese dann nach erfolgter Spendensammlung in der Partnergemeinde als gemeinsame Spende unserer Partnerschaft weiterleiten.
Pfarrer Kang übermittelte uns das nachstehende Schreiben der PROK:
 
Dear sisters and brothers in Lutzelsachsen church,
Ardent solidarity and warm greetings from Korea, specifically, from the Peace Community Movement Center (PCMC) of the Presbyterian Church in the Republic of Korea (PROK).  Amidst the crises caused by climate chance and the widespread COVID-19, the struggle of the faith-community for life and peace is continuing all over the world. We are also striding our march towards the peaceful reunification of the Korean Peninsula and express our deep gratitude to the overseas churches for participating in our prayer and praxis. This year, in particular, in order to further materialize our efforts for peace on the Korean Peninsula, the denomination (PROK) took part in the campaign for peace on the Korean Peninsula and established a plan to build the Church of Reconciliation and Peace near the DMZ with the energy and financial resources generated from the activity. With the expectation of the denominational decision at the coming General Assembly in September of this year, the 1,600 member churches are being together to work on for about two years until July 27, 2023, the 70th anniversary of the end of the Korean War. Again, I express my deep gratitude to the Lutzelsachsen Church for the solidarity with us and want to say that your prayers and cooperation will be of great comfort and encouragement for us. We are delighted that the clear confession of the Bible that in Christ we are the one is being made in our exchanges. I pray for your constant companionship and the guide of the Christ. 
Sincerely,  -- Hiheon Kim, Chairman of the Peace and Reunification Committee (PROK)
 
Allen Spender sei an dieser Stelle nochmals herzlich gedankt.
 
 
06/2021 Videogruß zum Partnerschaftsgottesdienst
 
 
02/2021: Spendenaufruf für das Projekt "Versöhnungskirche"
Ergänzend zum Spendenaufruf für das „Projekt Versöhnungskirche“ im Gemeindebrief März 2021 finden Sie nachstehend detaillierter Informationen zu den Beweggründen und Zielen dieses Projekts. Bei allen Begegnungen mit unseren koreanischen Freunden kommt immer wieder nicht nur der Wunsch nach einer friedlichen Wiedervereinigung zur Sprache, sondern auch deren Freude darüber, dass wir in Deutschland eine Wiedervereinigung erleben durften. Wir wollen daher dieses Projekt als Zeichen unserer langjährigen Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Hanel Pum in Ansan gemeinsam unterstützen.
 
Projektbeschreibung
Am 27. April 2018 kamen die Staatschefs der beiden Koreas im Grenzort Panmunjeom zusammen. Es war ein historischer und bedeutender Moment für den dauerhaften Frieden und Wohlstand Koreas, sowie für die Linderung des schweren Leids, das die Teilung von über siebzig Jahren hinterlassen hat. Dass die beiden Staatschefs gemeinsam die Panmunjeom-Erklärung vom 27. April abgegeben und die Notwendigkeit eines offiziellen Kriegsendes und eines Friedensvertrags betont haben, spiegelt nicht nur den heißen Wunsch der Koreaner sondern auch der ganzen Welt wider.

Vor diesem Hintergrund hat das Presbyterium Nord Gyeonggi auf der 103. Generalversammlung der PROK einen Antrag zur Errichtung der Kirche der Versöhnung und des Friedens gestellt, der daraufhin genehmigt wurde. Die Entscheidung der 103. Generalversammlung, den Antrag zu genehmigen und eine Baukommission ins Leben zu rufen, war ein mutiger Schritt von historischer Bedeutung, um die durch Ideologie und Politiksystem verfestigte Teilung unseres Landes zu überwinden, und zugleich unsere Bereitschaft zum Frieden und zur Wiedervereinigung zu zeigen.

Unter den zahlreichen evangelischen Konfessionen, die es in Korea gibt, war es die PROK, die für den Bau dieser Kirche die Initiative ergriffen hat; und zwar aus dem Wunsch heraus, die Wunden aus der Turbulenzen der modernen Geschichte - wie die Kolonialherrschaft Japans und den Koreakrieg - zu heilen. Dabei ging es auch darum, das Leid der 10 Millionen durch den Koreakrieg getrennten Familien zu lindern, das von Antagonismus und Konflikten geprägte Teilungsproblem endlich zu überwinden, und schließlich ein neues Zeitalter des Friedens und der Vereinigung auf der koreanischen Halbinsel einzuläuten.
 
In den 80er Jahren, als die brutale Militärdiktatur das Land herrschte, hatten sich mehrere Pastoren der PROK darunter auch Pastor Moon Ik-hwan entschieden, Nordkorea zu besuchen, um über den ideologischen Konflikten hinauszugehen und die Mauer der Teilung niederzureißen. Gleichzeitig fand der „PROK-Gebetsmarsch für eine friedliche Vereinigung“ trotz der Verhinderungen der konservativen Mächten und der Pessimisten weiter statt. All diese stehen für den Einsatz der PROK für Versöhnung und Frieden.
 
Anstatt sich auf realistische, kurzfristige missionarische Maßnahmen - wie zum Beispiel Wachstum der Kirche – zu konzentrieren, haben sich die PROK und ihre Mitglieder dafür engagiert, um sich der heiligen Mission der Gerechtigkeit, Frieden und die Bewahrung der Schöpfung (JPIC; Justice, Peace and Integrity of Creation) zu verschreiben, zu der der Ökumenische Rat der Kirchen aufrief. Dass die PROK und ihre Mitglieder auf diese Bemühungen zurückblicken können, ist an sich ein stolzes Bekenntnis zu unserem Glauben und ein Akt der Gerechtigkeit.
 
Den Anstrengungen der PROK für Frieden und nationale Wiedervereinigung zum Trotz wurden unsere Bewegungen durch die harten Realitäten der Politik gehindert. Angesichts solcher gesellschaftlichen Umstände und der vorherrschenden Machtstruktur blieb uns keine andere Wahl, als den harten Kreuzweg des Leidens fortzugehen.
 
Darauf hat die 104. Generalversammlung vom September 2019 im Bericht der Baukommission den Fahrplan zum Bau der Kirche der Versöhnung und des Friedens genehmigt und ihre Unterstützung dafür ausgedrückt, der vom Presbyterium Nord Gyeonggi ausgearbeitet und von der Baukommission berichtet wurde.
 
„Die Kirche der Versöhnung und des Friedens“ ist:
  1. eine Kirche, die auf Gebeten und Hingabe aller PROK-Gemeindemitglieder aufgebaut ist.
  2. ein Gebetsaltar für die PROK-Pilger, die sich Versöhnung und Frieden für das koreanische Volk wünschen.
  3. ein Bildungszentrum für Frieden und nationale Vereinigung, in dem Kinder und Jugendliche auf der Sonntagsschule eine Vision für ein friedliches Land entwickeln können
  4. ein Heiligtum, das für die ewige Hoffnung des koreanischen Volks auf ein friedliches Land zeugt.
  5. eine Kirche, die Kirchen und Christen/-innen weltweit für die historische Gegenwart des auferstandenen Jesu Christi zeugt, dessen Geist für Versöhnung und Frieden steht.
Nach ihrer Fertigstellung in der Nähe von der DMZ wird die Kirche der Versöhnung und des Friedens als Gebetsaltar für das koreanische Volk, Lernort des Friedens und Exerzitienhaus für Friedenspilger dienen. Es sind außerdem regelmäßige Publikationen geplant, die Friedensbotschaften vermitteln sollen.
 
Die Mittel für den Bau der Kirche wird mit Spenden von allen PROK-Gemeindemitgliedern gebaut; das Projektbudget beträgt ca. KRW 1,5 Mrd, [ca. EUR 1,2 Mio].
 
Der Bauablauf sieht wie folgt aus: Mit der 105. Generalversammlung 2020 beginnt die Spendenaktion; anschließend erfolgt die Ortswahl für den Kirchenbau. Die Planung wird nach den preisgekrönten Entwürfen vorangetrieben. Sobald das Spendenziel erreicht wird, kann der Bau beginnen, voraussichtlich nach der 106. Generalversammlung 2021. Schließlich ist eine Weihe am Reformationssonntag nach der 107. Generalversammlung 2022 geplant.
 

Quelle: Ev. Kirchengemeinde Lützelsachsen

 
 
09/2019 Unterstützung für Pfarrer Kang
Mitglieder des Koreakreises unterstützen und betreuen Pfarrer Kang, der zusammen mit seiner Frau und Tochter im September zu einer medizinischen Untersuchung nach Heidelberg kommt.
 
 
07/2019 Partnerschaftsgottesdienst
30 Jahre Partnerschaft mit Schönfeld/Uckermark und Ansan/Südkorea.
Der Abendgottesdienst am 21.07.2019 stand ganz im Zeichen des 30-jährigen Partnerschaftsjubiläums mit unseren Partnergemeinden in Schönfeld und Ansan. Als besonderen Gast konnte die Gemeinde Pfarrer Rhee Kwon Ho begrüßen, der als Mitarbeiter im Projekt „Gemeinsam Kirche gestalten“ der evangelischen Landeskirche derzeit in Freiburg engagiert ist. Pfarrer Rhee und Pfarrer Rohland nahmen die Lesung der Verse aus Matthäus 4, 18-22 in koreanischer bzw. deutscher Sprache vor. Die Fragen, die hier aufgeworfen werden, nämlich, „Wozu sind wir berufen? Was ist unser Auftrag, was unsere Botschaft?“ wurde im Verlauf des Gottesdienstes sowohl in der Predigt von Pfarrer Rohland, als auch nachfolgend in einer von Thomas Wöhlke geleiteten Podiumsdiskussion vertieft.
 
Eingangs erhielten wir von Regina Oxenius einen kurzen Überblick über das Entstehen der Partnerschaft mit Schönfeld; mehrere Gemeindemitglieder berichteten lebhaft von ihren Kontakten jetzt und damals. Ein Schlüssel zum Entstehen der erfolgreichen Partnerschaft war der Ansatz einer „Partnerschaft auf Augenhöhe“ und nicht einer „Patenschaft“, was 1989 offensichtlich keine Selbstverständlichkeit war.
 
Monika Rimmler gab einen kurzen Abriss der Geschichte mit der Partnerschaft in Südkorea. Von ehemals 5 deutschen Gemeinden in Heidelberg, Mannheim und Weinheim, sowie der Gemeinde in Schönfeld, existiert heute nur noch die Verbindung zwischen Lützelsachsen und Ansan. In diesem Zusammenhang erzählten einige Teilnehmer der Südkoreareise im Herbst 2018 von bleibenden Eindrücken. Eine Partnerschaft über diese Distanz am Leben zu erhalten, erfordert großes Engagement und so bedankten sich Pfarrer Rohland und der Kirchengemeinderat sowohl bei Grete Wittig, die die Leitung des Koreapartnerschaftskreises vor 20 Jahren übernommen hatte, und bei Kurt Wittig, sowie Jin Hei Reinhard Cho für ihr Engagement von Anfang an für die Partnerschaft mit einem kleinen Präsent. Ohne ihre Sprachvermittlung wäre diese Partnerschaft nahezu unmöglich gewesen.
 
In der Podiumsdiskussion nahmen Pfarrer Rhee, quasi als Vertreter einer südkoreanischen Sichtweise, Frau Wittig mit Blick auf die Partnerschaft mit Schönfeld und Frau Staemmler aus der Sicht von Lützelsachsenern zu den Fragen von Herrn Wöhlke Stellung und betonten einmütig, dass solche Partnerschaften auch heute noch unter ökumenischen Gesichtspunkten eine Relevanz besitzen und die Verse aus Matthäus uns Ansporn sein sollten. Die abschließende Frage an Pfarrer Rhee, wo er die Partnerschaften in 30 Jahren sehe, beantwortet dieser so: „Die 3 Gemeinden feiern einen Partnerschaftsgottesdienst im Diamantgebirge [Anmerkung: das liegt in Nordkorea], in einem friedlich wiedervereinigten Korea“.
 
Beim anschließenden kleinen Umtrunk wurden noch viele Erinnerungen an diverse Partnerschaftstreffen ausgetauscht.
 

Quelle: Evangelische Kirchengemeinde Lützelsachsen