Während der Planungsphase erhielt eine Projektgruppe aus Gemeindemitgliedern den Auftrag, ein Gestaltungsgrundkonzept für den Altarraum auszuarbeiten. In vielen Einzelgesprächen holten sie sich Rat bei Experten der Landeskirche, dem Institut für Kirchenbau in Marburg und bei Kunsthistorikern. Ausgedehnte Besichtigungen in älteren, gerade umgestalteten Kirchen brachten Erfahrungen, eigene Eindrücke und neue Vorstellungen. Auf dieser Basis entstand folgende Raumkonzeption für den Altarraum:
Die räumliche Gestaltung soll eine breit gefächerte Vielfalt unterschiedlicher Gottesdienstformen und musikalischer Veranstaltungen ermöglichen.
Historische Bausubstanz und zeitgenössische Gestaltungsformen sollen zu einem aufeinander abgestimmten und harmonischen Nebeneinander verknüpft werden.
Die Kirche soll durch neue Hauptstücke und ein Kreuz einen gottesdienstlichen Schwerpunkt, ein eigenes, unverwechselbares Gesicht erhalten.
Im weiteren Planungsverlauf setzte sich mehr und mehr die Überzeugung durch, die Ausstattung des gesamten Innenraums der Kirche auf das Wesentliche zu reduzieren. Die Ostempore wurde verkleinert. Die Orgelempore wurde entfernt. Im neu entstandenen freien Altarraum wurden die renovierte Kanzel, die neue Orgel, die neuen Hauptstücke und das Kreuz in Dreiecksform gemäß der nebenstehenden Skizze angeordnet.