Jauchzet dem Herren alle Welt

geistliches Konzert der Kurpfälzischen Kantorei vom 11. Juli 2026

Ein erfrischendes Lützelsachsener Kirchenkonzert gab die kleine Kurpfälzische Kantorei am 11. Juli 2026 zum Besten. Der Klang und die kraftvolle Vielstimmigkeit passte zum Motto „Den freudigen Geist erhalte mir“. Klaus Hessenauer war mit seinen 24 Sängerinnen und Sängern genau sechs Monate nach dem letzten Konzert wieder in der Evang. Kirche Lützelsachsen.

Quelle: Jan Rohland

Die doppelt so zahlreichen Zuhörerinnen und Konzertbesucher (48) konnten sehen, dass der Chor seit dem letzten Konzert gewachsen ist. Chorleiter Klaus Hessenauer ist zu beglückwünschen, dass er versierte Frauen und gleich 10 Männer zum Mitsingen gewonnen hat, davon 3 im Tenor. Alle Stimmen waren differenziert leise oder mit leidenschaftlicher Vehemenz zu vernehmen. Auch hohe Töne haben Sopran und Tenor selbstbewusst und mit Leichtigkeit getroffen. Nach einer festlichen Eröffnung und nach etwas zwei Drittel des Konzerts waren die Anwesenden zum Mitsingen eingeladen. Harald Fath an der Orgel verschaffte mit zwei Stücken der Kantorei eine kurze Verschnaufpause, einem Präludium in g-moll von Fr. Tunder (Jg. 1614) und einer Choralbearbeitung von Georg Böhm (Jg. 1661).

Quelle: Jan Rohland

Die Kantorei entfaltete klanglich meist a capella und zum Teil mit Generalbaß von der Orgel und präsentierte sowohl evangelische Hits aus dem 17. und 18. Jahrhundert als auch zwei romantische Stücke: „Jauchzet dem Herren alle Welt“, einer bis zu achtstimmige Motette über Psalm 100 von F. Mendelssohn-Bartholdy, und das Abendlied nach Lk 24,29 von J.G. Rheinberger (Jg. 1839) Opus 69,3.

Quelle: Jan Rohland

Die Stücke waren versierten Fans evangelischer Chorliteratur vertraut und anderen Zuhörern waren die meisten Namen bekannt: J.S. Bach, A. Hammerschmidt, H. Schütz, J.H. Schein, M. Prätorius, B. Gesius, M. Prätorius, G. Böhm und G.A. Homilius. Die Fugenteile beim „Unser Vater in dem Himmel“ von G.A. Homilius, einem Schüler Bachs, waren präzise gesungen und gesprochen. Der Wechsel von geistlichen Madrigalen aus J.H. Scheins „Israelbrünnlein“ und vier-, fünf-, sechs- und achtstimmigen Motetten war ansprechend arrangiert. Ein besonderer Höhepunkt war die doppelchörige Choralmotette „O Herre Gott, dein göttlich Wort“ von M. Prätorius von 1607 mit zwei Strophen von der Kantorei und zwei Strophen von der Gemeinde. Sie hatte sich aus der ganzen Region versammelt und ging an einem warmen Sommerabend erfüllt auseinander.
 
 
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geistliches Konzert der Kurpfälzischen Kantorei vom 11. Juli 2026
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Quelle: ekilue

 
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Letzte Aktualisierung:
13.07.2026